Recherche nach Horten I

 

Genauso wie es möglich ist, bestimmte Münzen auf dem Portal CHRE zu recherchieren, können auch ganze Horte ermittelt werden, die den vom Nutzer ausgewählten Kriterien entsprechen und somit die Bearbeitung einer wissenschaftlichen Fragestellung erleichtern.

Konkret soll dieser Vorgang und sein Nutzen einmal am Beispiel von Münzhorten einer bestimmten Stadt verdeutlicht werden, die womöglich im Forschungsinteresse einer Person liegt. In diesem exemplarischen Szenario ist gewünscht, größere Horte –bestehend aus mindestens 20 Goldmünzen – in der einstmals dem Römischen Reich zugehörigen Stadt Trier ausfindig zu machen, um diese im Anschluss untersuchen zu können.

Hierfür wird in der Suchmaske folgendes eingeben: In der linken Spalte unter „City“ ist „Trier“ zu vermerken, um das Suchgebiet lokal einzugrenzen. Da Trier jedoch als römische Gründung eine ganze Reihe von Münzfunden aufbieten kann, bedarf es weiterer Nachjustierung für die genannte Fragestellung. 

Unter „Number of coins“ kann in der rechten Spalte die gewünschte Hortgröße nachjustiert werden, sodass nur noch Münzhorte mit mehr als den gewünschten 20 Münzen in der Anzeige aufgelistet werden.

Um auch noch die Fragestellung nach den Goldprägungen in der Durchsuchung der Horte zu berücksichtigen, müssen die Suchparameter wie folgt präzisiert werden: Eingabe von „Gold“ im dafür vorgesehenen Slot in der rechten Spalte.


Eingabe der angegebenen Kriterien in der Suchmaske bei CHRE

 

Die Suche über das grüne Feld „Search hoards“ liefert nun vier Treffer von Horten bei Trier, auf die die angegebenen Kriterien zutreffen:


Suchtreffer für die angegebenen Kriterien bei CHRE

 

Die Suche war also erfolgreich und die Auswertung kann beginnen. Die angezeigte Trefferleiste bietet jedoch Anlass, auf zwei Einschränkungen bei der folgenden Analyse hinzuweisen:

1. Die sich im Aufbau befindliche Plattform CHRE hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und kann diesen auch nicht gewährleisten (vgl. hierzu auch den entsprechenden Hinweis bei CHRE selbst). Sie kann nur das wiedergeben, was an Daten eingepflegt wurde. Vor dem Hintergrund der geographischen Breite, der Fülle an Ländern, Institutionen und Personen, die über die notwendigen Daten verfügen, wird rasch klar, dass noch viel zu tun sein wird. Konkret für das Fallbeispiel heißt dies folglich, es gibt keine Garantie dafür, dass tatsächlich alle je in Trier gefundenen Hortfunde, die den Kriterien entsprechen, nun hier aufgeführt sind. Dies muss bei der Analyse beachtet werden.

2. Es ist durchaus möglich, dass sich unter die Hort-Aufführungen auch Münzen unbekannter Herkunft aus der Umgebung „gemischt“ haben, wie die vierte Aufführung in der Trefferliste aufzeigt: „TRIER/SURROUNDINGS - CATALOGUE OF GOLD COINS“.

 

 

Patrick Dörr, Universität Heidelberg, 4. Mastersemester

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