Die religiöse Verehrung eines Kaisers war im antiken Rom nichts Ungewöhnliches. In Tempeln, die sich über die fora des gesamten Imperiums verteilten, opferten Priester noch zu Lebzeiten des Herrschers alltäglich für ihn, seine Vorfahren und seine Familie. Etwa 1600 Jahre nach der endgültigen Christianisierung des Reiches, in einer Zeit, in der die Statuen des Kaiserkultes entweder metertief unter der Erde verborgen liegen oder dem Blitzlichtgewitter tausender Museumstouristen ausgesetzt sind, erscheint uns diese Praxis unfassbar weit entfernt.
Anderes gilt für die ca. 192 Millionen* Mitglieder der Orthodoxen Kirche. Zweimal im Jahr – am 29. Januar und am 21. Mai – erhellen weltweit die flackernden Flammen unzähliger Opferkerzen die bunt verzierten Ikonen des heiligen Konstantin. Aber wer genau war dieser römische Kaiser und wie erlangte er einen Platz im christlichen Heiligenkalender?
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*Quelle für Zahl: Katholische Nachrichtenagentur
Jonas Wendtland, 5. Bachelorsemester, Universität Heidelberg