Von der Dimension des Handels an die Westküste Indiens zeugen Tausende römischer Silber- und Goldmünzen, die vor allem in Südindien gefunden wurden. Sicherlich war die tatsächliche Menge der nach Indien gelangten römischen Münzen um ein Vielfaches größer als die erfasste Zahl.
Ein Beispiel ist der Valuvally Hortfund, der 1983 im indischen Staat Kerala endeckt wurde. Nach lokalen Angaben bestand er aus mehr als tausend in einem Topf verwahrten römischen Goldmünzen. Der Polizei gelang es lediglich 252 Münzen davon in ihren Gewahrsam zu bringen, die heute der Forschung zur Verfügung stehen.
Brigitte Borell, Universität Heidelberg