Die Münze im antiken Griechenland

 

Tetradrachme aus Athen (440 - 420 v.Chr.)

Athenische "Eule" (440 - 420 v.Chr.)
Rückseite, Tetradrachme
Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Objektnr.: 18215055

Wie du erfahren hast, haben die Lyder die allerersten Münzen geprägt. Die Beliebtheit dieser besonderen Geldform beschränkte sich allerdings nicht nur auf Lydien. Innerhalb weniger Jahrzehnten des 6. Jahrhunderts v. Chr. begannen auch die Griechen, Münzen herzustellen.

Unser Blick richtet sich hierbei vor allem auf Athen: Diese griechische Stadt (im Altgriechischen auch polis genannt) fing bereits ab ca. 550 v. Chr. mit der Münzprägung an und führte ungefähr ab 515 v. Chr. die wohl berühmteste Münze der Antike ein: die sogenannte „Eule“. Die Athener produzierten sie im Verlauf des 5. Jahrhunderts v. Chr. in unvorstellbaren Mengen, sodass Millionen Exemplare an den unterschiedlichsten (Ausgrabungs-)Orten gefunden wurden. Die Eule als Symbol für Athen wurde in der Moderne für ganz Griechenland übernommen und war zunächst auf den modernen griechischen Drachmen abgebildet. Auch heute noch ist sie auf der griechischen 1-Euro-Münze zu sehen.


Griechische 1-Euro- Münze aus dem Jahre 2002
Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin
Objektnr.: 18203837

Du merkst, dass Athen bei der Verbreitung der ersten griechischen Münzen eine Sonderrolle eingenommen hat. Vielleicht wurde dein Interesse für folgende Fragen geweckt: Wie konnte sich die Eulenmünze zu einem so bedeutenden und weit verbreiteten Zahlungsmittel entwickeln? Wie hängt diese Entwicklung mit der Stadt Athen zusammen? Die Antworten auf diese Fragen kannst du dir in den folgenden Abschnitten erarbeiten.

 

 

Alina Bruderer, B.A. (Universität Freiburg)

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