Unterschied zwischen Schein und Münze

 

Der wohl relevanteste Aspekt, der die Unterschiede zwischen einzelnen Inflationen erklärt, ist die Differenzierung zwischen den Münzinflationen und den Scheininflationen des 20. Jahrhunderts.

Bei einer Münzinflation wird grundsätzlich der Feingehaltes der Münze gesenkt. Es ist also weniger Edelmetall in der Münze enthalten als vorgeschrieben. Dieses Phänomen können wir bei der Krise des 3. Jahrhunderts, bei der Schinderlingerzeit und auch während der Kipper- und Wipperzeit beobachten. Hierbei sind meistens kleine Nominale betroffen. Die Verbreitung des Geldes wird durch Greshams' Law beschrieben.

Bei Scheininflationen, wie beispielsweise der Hyperinflation des Jahres 1923, erkennen wir eine Erhöhung der Nominale. Da der Geldschein selbst keinen Eigenwert hat, kann der Emittierende den Wert des Scheines nicht weiter senken. Somit erhöht er das Nominal.


Antonian des Caracallas, 216 n. Chr.

Antoninian des Claudius Gothicus (Divus), 270 n. Chr.

 

 

 

 

 

 


200 Milliarden Mark, 1923

50 Pfennig, 1921

 

 

 

 

 

 

 

 

Frederik Simon und Vincent Hecker, 2. Semester, Universität Heidelberg

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