Die Aqua Traiana

Durch den Bau einer neuen Wasserleitung nach Rom versorgte Traian auch die ärmeren Viertel der Regio trans Tiberim (Trastevere). Außerdem benötigte Traian für seine gewaltige Thermenanlage mehr Wasser, als ihm die vorhandenen Wasserleitungen bieten konnten. Die Aqua Traiana führte nun das Wasser vom Braccianer See über 57 Kilometer bis nach Rom. Noch heute bieten uns Überreste einen Eindruck von den Bogenarchitekturen aus opus caementicium, also einer römischen Art von Beton mit retikulatem, aus kleinen regelmäßigen Tuffblöcken bestehendem Mauerwerk.

Diese Wasserleitung wird laut einem Grenzstein und Münzen auf 109 n. Chr. datiert, also in dieselbe Zeit wie die Via Traiana.


Münzkabinett KHM Wien, Inv. RÖ 8269
Sesterz des Traian, auf dem Revers die Aqua Traiana.

Die Münzen zeigen eine bärtige, nackte Gestalt, die sich liegend auf einen Krug stützt, aus dem Wasser fließt. Außerdem trägt sie eine Art Schilfrohr in ihrer rechten Hand. Auch hier dürfen wir wie bei der Via Traiana dank den Attributen und dem Abschnitt darunter von einer Personifikation der Aqua Traiana ausgehen.

 

Beate Mitko (Universität Heidelberg)

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