Die Mythen um Janus

Die römische Mythologie kennt verschiedene Erzählungen über Janus. Hier präsentieren wir  euch ganz kurz die bekanntesten:

 

Urkönigtum in Latium 

Nach einer Tradition war Janus ein urzeitlicher König, der auf dem Ianiculum (dem nach ihm benannten Hügel am rechten Tiberufer) herrschte. Er soll den Gott Saturn bei sich aufgenommen haben, als dieser von Jupiter aus dem Himmel vertrieben wurde. Gemeinsam begründeten sie ein goldenes Zeitalter in Latium.

As des Hadrian mit Janus, frontal stehend,
nach rechts gewandt, mit einem Zepter
​​​​​​in der rechten Hand, den linken Arm
auf Hüfte gestützt;
Universität Trier Inventarnr. 028.
 

Kosmogonische Rolle

In manchen Quellen erscheint Janus als Ianus pater oder sogar als Schöpfergott, der am Anfang aller Dinge stand. Ovid lässt ihn in den Fasti (1.103) als das ursprüngliche Chaos beschreiben, das sich zur geordneten Welt formte.

Verbindung zu Cardea

Eine Erzählung verknüpft Janus mit der Nymphe Cardea (oder Carne). Er verlieh ihr als Dank für ihre Gunst die Herrschaft über Türangeln und Schwellen – eine ursprungserklärende Sage zur Erklärung von sog. Schwellenritualen.

 

Benjamin van der Starre, 2. Mastersemester (Universität Heidelberg)

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