In modernen Ausstellungen und universitärer Vermittlung werden sog. neue Medien und Digitalisate immer zentraler. Besonders beliebt sind physische 3D-Objekte und auf Medienstationen eingebundene 3D-Modellagen explizit für Münzen. Da numismatische Objekte nicht nur klein, sondern üblicherweise auch auf beiden Seiten mit Motiven und Legenden versehen sind, stellen sie Ausstellungskuratoren häufig vor das Problem, dass eine Seite nicht sichtbar ist und das Objekt eigentich vergrößert betrachtet werden müsste. Nur so sind ihre Botschaften wirklich verständlich zu vermitteln.
Hier kommt die 3D-Modellage ins Spiel! Sie ist allerdings häufig mit Kosten für externe Dienstleister verbunden, die oft fachfremd sind und daher engmaschig fachlich betreut werden müssen, damit die Ergebnisse am Ende auch wissenschaftlich überzeugen. Außerdem sind sehr großen Mengen von Bildmaterial notwendig. Ein Aufwand, der finanziert und personell gestemmt werden muss.
3D Modell eines Alexandriners des Hadrian aus dem Jahr
133/134 n. Chr. mit dem Pharos von Alexandria auf dem
Revers; Museum August Kestner, Inv. Nr. 1925.174
Modell von: Benjamin van der Starre, basierend auf
den Fotos von Detlef Jürgens
Aber man kann sich diese Skills auch selbst aneignen!
Wie das geht, zeigen wir euch hier in einer Videoanleitung, mit der die 3D-Modellage – wie oben zu sehen – selbstständig und kostenlos umgesetzt und trotzdem nach etwas Übung für qualitativ hochwertige Vermittlung eingesetzt werden kann.
Viel Erfolg und Spaß, beim Testen, Ausprobieren und Umsetzen!
Susanne Börner, Uni Heidelberg