Skiron

Skiron lebte in der Megaris bei den noch heute nach ihm benannten skironischen Felsen. Obwohl er bei den Megarern ursprünglich das Ansehen eines wohlwollenden Heros genoss, wandelte sich sein Ruf mit dem Aufkommen der Theseus-Sagen. So soll er die Reisenden, die an seinen Felsen vorbeikamen, gezwungen haben, ihm die Füße zu waschen, um sie so mit einem Tritt über die Felskante ins Meer stoßen zu können, wo eine riesige Schildkröte sie auffraß. Auch diesem Übeltäter konnte Theseus das Handwerk legen, indem er ihn selbst ins Meer stürzte.


Silberstater aus Aigina (550-456 [oder 480?] v. Chr.). Der Avers zeigt eine Meeresschildkröte mit glattem Panzer. Oben am Panzerabschluss befindet sich ein quadratum incusum als Gegenstempel und rechts eine Punze aus zwei Halbkreisen. Auf dem Revers ist ein fünfgeteiltes quadratum incusum sichtbar.
Münzkabinett Heidelberg


 
Szenenausschnitt einer rotfigurigen Kylix mit Darstellungen der Taten des Theseus (ca. 440-430 v.Chr.). Theseus schwingt über dem Kopf das Fußwaschbecken, um Skiron zu treffen, der rückwärts auf einen Hügel gestürzt ist. Am Fuß des Hügels erscheint eine Schildkröte, als würde sie aus dem Wasser emporsteigen.
© The Trustees of the British Museum. Shared under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) licence.
Hinweis: Das Bild zeigt lediglich einen Ausschnitt der Kylix. Das vollständige Objekt (Asset No. 79665001) findest du hier.

 

 

Meret Reinköster, 7. Bachelorsemester Alte Geschichte (Universität Heidelberg)

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