Hortanalyse: Visualisierung

 

Wie bei der Recherche nach verschiedenen Hortfunden bietet CHRE auch bei der Analyse eines einzelnen Hortes – bspw. beim Trier Hortfund der Feldstraße – die Möglichkeit, das potenziell riesige Fundmaterial und seine Herkunft in Statistiken und Karten visuell aufzuschlüsseln.

So lässt sich mit einem Anwählen der Funktion „Circulation Visualisation“ eine Markierung aller Münzstätten auf der abgebildeten Karte einblenden, aus denen die Hortmünzen stammten. Natürlich werden diese Informationen auch bei der Aufführung der Münzen mit angegeben, doch auch hierfür gibt es bei CHRE eine Visualisierungsmöglichkeit, sodass die die Herkunft der geprägten Stücke noch einmal deutlich gemacht wird. Hierbei werden neben den Offizinen (den Münzstätten) der Prägungen auch die jeweilige Anzahl der Exemplare, die diesen Münzstätten zuzuordnen sind, angezeigt, sowie auch der Fundort des Hortes (hier: Trier). Im konkreten Fall sind dies eine Münze aus Tarraco, 91 aus Lugdunum, zwei aus Mediolanum sowie 2423 aus Rom.


Visualisierung der Prägestätten der aus dem Hort aus der Trierer Feldstraße stammenden Münzen bei CHRE

 

Zum anderen lässt sich, ähnlich der Anzeige für verschiedene Hortfunde, auch für den Einzelhort eine differenzierte Aufstellung aller Münzen individuell nach Bedarf anfertigen. 

Auch hierfür sei nun ein Beispiel gegeben. Will man eine Vorstellung darüber erhalten, wie viele Münzen aus der Regierungszeit welcher Kaiser im Hort vorhanden sind und zudem erfahren, wen die Regenten jeweils wie oft als Porträt auf den Avers setzten (bspw. ob sich selbst oder andere Angehörige des Kaiserhauses), kann dies ermittelt werden. Nötig hierfür ist lediglich die Auswahl des Reiters „Content Visualisation“ sowie die Sortierung nach „Reign“ und die anschließende Aufschlüsselung nach „Stacked per Person“.


Aufschlüsselung des Hortes nach Herrschern und dargestellten Personen bei CHRE

 

Der Statistik kann besonders eindrücklich entnommen werden, dass die sehr häufig vorkommenden neronischen Prägungen ausschließlich auch Nero zeigten, während die vespasianischen Münzen des Hortes vielfach auch die Söhne des Kaisers, Titus und Domitian wiedergaben.

 

 

Patrick Dörr, Universität Heidelberg, 4. Mastersemester

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