Heidelberg und Asyut

Dem Fund von Asyut wird nachgesagt, dass er drei Finder hatte. Diese teilten den Schatz unter sich auf: Zwei von ihnen verkauften ihren Anteil an denselben Händler, welcher wiederum 50 Münzen nach Beirut und 500 Münzen nach London verkaufte. Die restlichen der bekannten Münzen konnten durch die American Numismatics Society dokumentiert werden. Heute sind die Münzen des Hortes auf mindestens 100 verschiedene Sammlungen verteilt.

Im Jahr 2018 wurden 137 Silbermünzen aus dem Asyut-Hort an die Münzsammlung der Universität Heidelberg übergeben.
Hier können einige der Münzen im digitalen Münzkabinett betrachtet werden.

 

Silberstater des Asyut-Horts aus Korinth mit Bohrloch (roter Pfeil) auf dem Avers und Prüfhieb auf dem Revers. Numismatische Sammlung der Universität Heidelberg, Invnr. Asy26

 

 

Diese 137 Münzen wurden ursprünglich in den 1970er Jahren durch das Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg durch finanzielle Hilfe der Volkswagenstiftung angekauft. Ziel des Ankaufs war es, die Münzen erstmals mit naturwissenschaftlichen Methoden zu untersuchen, um eine Aussage über ihre metallurgische Zusammensetzung treffen zu können.

Viele der Münzen und das Hacksilber aus dem Hort weisen antike Prüfhiebe auf. Trotz ihrer Beschädigung kamen die Münzen aus zwei verschiedenen Gründen dennoch für das Forschungsprojekt in Frage: Der Marktpreis für beschädigte Münzen ist geringer als für unbeschädigte. Außerdem konnten durch die tiefen Kerben auf den Münzen tiefere Ebenen im Material beprobt werden, da angenommen wurde, dass die Zusammensetzung des Metalls im Kern homogener ist als auf den äußeren Schichten.

 

Lea Schmidt, 3. Semester M.A. (Universität Heidelberg)

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