Die Kleine Kipperzeit

 

Zu erkennen ist ein Nominal aus der „Kleinen Kipperzeit“.
Dieser minderwertige 2/3 Taler aus 1686 stammt aus Brandenburg-Preußen
und zeigt Friedrich Wilhelm:
Kurfürst von Brandenburg. Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin,
18215046. Aufnahme durch Reinhard Saczewski.

 

 

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts (1675–1690) kam es zu einer weiteren Münzverschlechterung, die man als die „Kleine Kipperzeit“ oder „Zweite Kipperzeit“ bezeichnet. Die Ursache für die Münzverschlechterung lag bei den Münzständen, welche unter anderem unterwertige Zweidritteltaler (Gulden) und Mariengroschen  prägten. Der Zinnaische Münzfuß (10 ½-Taler-Fuß) konnte dies nicht aufrechterhalten, weswegen, man sich 1690 auf den Leipziger Fuß (12-Taler-Fuß)  einigte, welcher den Zinnaische Münzfuß ersetzte, um die Krise zu beenden. Retrospektiv betrachtet erreichte die „Kleine Kipperzeit“ jedoch bei weitem nicht das Ausmaß der Kipper- und Wipperzeit von 1618-1623.

 

Weiterführende Literatur:

Schneider, Konrad: Kipper- und Wipperzeit, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Leiden; Boston, Mass 2014. First published online: 2019.

 

T. Scheffel, 4. Semester, Universität Heidelberg.

 

 

 

 

 

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