Grano

 

Grano (Pl. Grani oder Grana) war ursprünglich ein süditalienisches Gewicht, das als Rechnungseinheit für Geld bereits im Mittelalter bekannt war. Unter Ferdinand I. von Aragón (1458-1494) wurde der Grano erstmals als kleine Billonprägung in Neapel ausgeprägt. Diese Prägung als Kupferkleingeld hielt bis Joachim Murat (1808-1815) an, der 1810 die letzten 2- und 3-Grana-Stücke ausgeben ließ. Auf den Piastra-Stücken von Neapel findet sich die Wertangabe "120 Grana" allerdings noch bis 1859. Auch auf der Insel Malta wurden unter dem Johanniterorden Grana-Münzen geprägt.

 

Johanniterorden auf Malta. Großmeister Hugues Loubens (1582-1595). Grano o. J. Restelli/Sammut 58 (Tf. XIX, 3). Landesmuseum Hannover. Münzkabinett. Inv.-Nr. 06:047:047.

 

 

 

Sebastian Steinbach (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover)

Eine Kooperation mit Numismatik in Hannover

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