Theseus als Herrscher Athens

Nach seiner Rückkehr aus Kreta und dem Tod seines Vaters Aigeus übernimmt Theseus die Herrschaft über Athen – und das ersteinmal ziemlich erfolgreich. Doch je weiter die Erzähltradition voranschreitet, desto stärker verschiebt sich das Bild: Aus dem strahlenden jungen Helden wird ein König, dessen Entscheidungen zur Wurzel von Konflikten und Tragödien werden.

Schon früh in seiner Regierungszeit gerät Theseus in kriegerische und moralische Grenzbereiche. Im Zuge des Amazonenzugs des Herakles raubt er Antiope, mit der er seinen ersten Sohn Hippolytos zeugt. Der Raub führt zu einem Angriff der Amazonen auf Attika, die Theseus allerdings am Areopag besiegt. Aus seiner späteren Ehe mit Phaidra gehen weitere Söhne hervor.

Silberne Didrachme aus Caesarea (97 n. Chr.) mit Kopf des Kaisers Nerva mit Lorbeerkranz und griechischer Titulatur (ΑΥΤΟΚΡΑΤ ΝΕΡΟΥΑC ΚΑΙCΑΡ CΕΒΑCΤΟC) (Avers) und der Büste einer Amazone mit nackter Brust und Doppelaxt über der rechten Schulter (Revers). [RPC III Nr. 2963,5]

© Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett / Reinhard Saczewski

 

 

 

Marie E. Wörner, 1. Semester M.A. Classics (Universität Heidelberg)

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