Die traianischen Restitutionsprägungen weisen ein breites Spektrum an Themenbereichen auf. Im Folgenden sollen die häufigsten kurz vorgestellt und anhand von Beispielen ein kleiner Eindruck davon gegeben werden, wie die gewählten Motive mit Traians Herrschaft(sbedürfnissen) zusammenspielten.
Zweifellos wurden die Persönlichkeiten, die mit den restituierten Münzen verbunden waren, mit solchen Neuauflagen geehrt. Sie eigneten sich aber gleichzeitig gut zur Selbstdarstellung Traians, der sich an und mit den Personen und Botschaften der Originalmünzen messen und sich diesen dadurch gleichsam annähern konnte.
Für die Auswahl eines Prototyps zur Aufnahme in eine Restitutionsserie kamen verschiedene Faktoren in Betracht: der Prägeherr der Vorlage, der Prägeanlass des Stücks, die Botschaft des Reversmotivs sowie dessen Potenzial, für die eigene Herrschaftsdarstellung nutzbar gemacht zu werden (Seelentag 2004, 415f., 484).
Franziska Nober, Universität Heidelberg
Weiterführende Literatur:
Seelentag, G: Taten und Tugenden Traians. Herrschaftsdarstellung im Principat, Stuttgart 2004.