Düttchen

 

Nach dem Ende der Kipper- und Wipperzeit stabilisierten die Münzstände östlich der Elbe den Reichstaler mit 48 Schillingen. Ab 1623 wurden in großem Umfang 3-Schilling-Stücke (1/16 Reichstaler) geprägt, für die sich bald der Begriff Düttchen (auch Ditgen, Düttken oder Duttgen) einbürgerte. Der Begriff wurde von dem seit Ende des 16. Jahrhunderts in großen Mengen zirkulierenden polnischen Dreigröscher übernommen. Es handelt sich um einen eingedeutschten Spottnamen, der sich auf das Münzbild bezieht: Der auf den Prägungen zu erkennende Adler wird hier als Wiedehopf (poln. dudek) verballhornt. 1629 erscheint der Name Düttchen für ein 3-Schilling-Stück erstmals in einem Stralsunder Ratsprotokoll.

 

Stadt Lüneburg. 1/16 Taler (= 3 Schillinge, genannt Düttchen) 1644. Mader 619 b. Landesmuseum Hannover. Münzkabinett. Inv.-Nr. 05:107:036.

 

 

 

Sebastian Steinbach (Niedersächsisches Landesmuseum Hannover)

Eine Kooperation mit Numismatik in Hannover

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