Mord an Agrippina

Neros Mord an seiner Mutter Agrippina im Jahr 59 n. Chr. gehört mit zu den bekanntesten Ereignissen der Römischen Kaiserzeit. Tacitus zufolge soll sich Agrippina durch den wachsenden Einfluss von Poppaea Sabina, der zukünftige Ehefrau Neros, in ihrer Machtstellung bedroht gefühlt haben. Dies trug maßgeblich zu Neros Entschluss bei, seine Mutter beseitigen zu lassen (Tac. ann. XIV 1).

Er versuchte es, laut Tacitus Tac. ann. XIV 3), auf unterschiedliche Weise. So dachte er als erstes an Gift, da seine Mutter sich jedoch mit Giftmorden auskannte, verwarf er diese Idee. Nero musste somit eine andere Methode finden, daher ließ er den Flottenpräfekt Anicetus ein Schiff präparieren, das bei Baiae durch einen manipulierten Mechanismus zu ihrem Tod führen sollte. Agrippina rettete sich jedoch und kam in einer Villa in der Nähe unter. Laut Tacitus soll Agrippina gewusst haben, dass Nero hinter dem Mordversuch steckte und, nachdem Nero von dem Überleben seiner Mutter gehört hatte, schickte er Anicetus zu der Villa und ließ sie dort schließlich ermorden. Laut Cassius Dio, hatte Nero schließlich verbreiten lassen, seine Mutter habe Selbstmord begangen, nachdem sie wegen ihrer Intrigen gegen ihn, entdeckt worden sei (Cass. Dio 62, 14,3-4).

Karte mit dem Ort Baia, dem antiken Baiae, der aber zu großen Teilen heute unter Wasser liegt.

 

 

Lisette Haag, 6. Bachelorsemester (Universität Heidelberg)

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