Medaillen unter Napoleon Bonaparte


Medaille auf den Einzug in Moskau 1812,
Landesmuseum Württemberg

Unter Napoleon Bonaparte erreichte nicht nur die französische Kunstproduktion einen neuen Höhepunkt, sondern auch die Numismatik. Dies lag vor allem an Napoleons führendem Kunstpolitiker Dominique-Vivant Denon (1747-1825), der neben seiner archäologischen und künstlerischen Tätigkeit auch einer der wichtigsten Numismatiker seiner Zeit war. Allein Denons numismatische Privatsammlung war herausragend und ermöglichte ihm einen unendlichen Bilderschatz, aus dem er Motive für eine ab 1803 begonnene Medaillenserie zu Ehren der Taten Napoleons schöpfen konnte. Ab diesem Jahr war Denon zudem der Leiter der Pariser Münzprägeanstalt, was ihm umfassende Gestaltungsmacht über die Medaillenmotive verlieh. Die meisten dieser Motive entstammen seinen Ideen und Entwürfen und wurden von einem festen Kreis vertrauter Medailleure umgesetzt. Entsprechend prominent signierte Denon seine Medaillen. Auf fast jeder Medaille findet sich seine Signatur angegeben: „Denon Direxit“, was so viel bedeutet wie „Denon hat es geleitet“. 

Denons Medaillenserie ist unter dem Namen "Histoire Métallique" bekannt und beinhaltet Medaillen, die Napoleons Siege und Taten ab dem so genannten Italienfeldzug 1797 bis zum Ende seiner Herrschaft 1815 feiern.

 

Für dieses Modul gibt es kostenlose Lehrmaterialien für die Schule, Jahrgangsstufe 7-9. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Redaktion.

 

Sophie Preiswerk, B.A. (Universität Heidelberg) 

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