Digitales Münzkabinett
des Zentrums für
Altertumswissenschaften (ZAW)
der Universität Heidelberg

Glossar

Obol

Der Obolos (von griech. obelos = „Bratspieß“). Teilstück der Drachme, meist bilden sechs eine Drachme. Dieser Münzname ist bereits antik belegt. Oboloi wurde zuerst meist in Silber geprägt, später in Bronze. Es sind auch goldene Obole bekannt. Im attischen Münzfuß entspricht ein Obol 0,73 g. Seine Teilstücke in Silber sind das Tetartemorion (ein Viertelstück), Hemiobolion (Halbstück) und das Tritetartemorion (Dreiviertelstück); in Bronze ergaben in Athen 8 Chalkoi einen Obol. Bezeichnet auch das Halbstück des mittelalterlichen Pfennings/Denares (siehe Hälbling).

Synonym: obolos

Octonio

Achtfachstück. Siehe Aureus.

Synonym: oktonio

Officina

Lateinische Bezeichnung für eine Münzstätte bzw. die sie bildenden einzelnen Werkstätten. Spätrömische Münzen nennen im allgemeinen das prägende Offizin innerhalb einer Stadt. Sind mehrere vorhanden, werden diese durchgezählt, also z.B. das zweite Offizin in Trier [STR].

Synonym: Offizin

Oktodrachme

Eine Münze im Wert von 8 Drachmen (siehe dort).

Synonym: Octodrachme; Oktodrachmon; Octodrachmon

Öre

Öre, ursprünglich eine Gewichts- und Recheneinheit mit landschaftlich unterschiedlichen Werten, sind erstmals 1522 in Schweden als Silbermünzen geprägt worden. Später, nun in Kupfer geprägt, war es Name einer in Skandinavien verbreiteten Scheidemünze. Für die Herkunft des Wortes gibt es viele Erklärungsversuche.

Ort

Ort ist die Bezeichnung für den vierten Teil eines Ganzen. Auch z.B. ein 1/4 Taler wurde dementsprechend bezeichnet.

Örtug

Kleine Groschenmünze des Spätmittelalters in Schweden und dem Baltikum (dort Artig). Ursprünglich 8 gotländische bzw. schwedische Pfennige wert.

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