Digitales Münzkabinett
des Zentrums für
Altertumswissenschaften (ZAW)
der Universität Heidelberg

Glossar

Hälbling

Halbwert des Pfennigs im Mittelalter. Wird auch als Obol bezeichnet.

Heller

Ursprünglich von der Münzstätte Schwäbisch-Hall seit dem Ende des 12. Jh. ausgehende Pfennigmünze mit Kreuz auf der einen und Hand auf der anderen Seite (Händleinsheller). Seit dem Spätmittelalter allgemein Bezeichnung für eine Münze im Wert eines halben Pfennigs.

Hemidrachme

Eine halbe Drachme. Siehe dort.

Synonym: Hemidrachmon

Hemiobol

Ein halber Obolos. Siehe dort.

Higra

Die in der islamischen Welt übliche Zeitrechnung. Gerechnet vom 16. Juli 622 der christlichen Zeitrechnung an. Verweist auf die Flucht des Propheten Mohammed aus Mekka nach Medina (rückgerechnet auf den Beginn des entsprechenden Monats mit dem Stichtag 16. Juli). Diese Ära verwendet im Unterschied zur christlichen (AD) und sasanidischen Jahreszählung (YÄ und PYÄ) ein um 11 Tage kürzeres Mond- statt des Sonnenjahres. Deshalb tritt alle 32,5 Jahre eine Verschiebung in der Zählung des Mond- gegenüber dem Sonnenjahr ein. Zur Umrechung des A. H. in die christliche Zeitrechnung dient die folgende Annäherungsformel: Jahr n. Chr. = A. H. x 32:33 + 622.

Synonym: Hedschra; Hidschra

Histamenon

Ab Nikephorus II. Phocas (reg. 963-969) wird die vollgewichtige Goldmünze (der solidus) zur Unterscheidung der im Gewicht reduzierten nomismata tetartera als nomismaton histamenon, oder kurz Histamenon bzw. Stamenon, bezeichnet. Das Histamenon entwickelt sich zu einer dünneren, breiteren Münze, während das leichtere Tetarteron dicker und weniger breit ist.

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