Digitales Münzkabinett
des Zentrums für
Altertumswissenschaften (ZAW)
der Universität Heidelberg

Glossar

Ecu

Ecu (Écu blanc oder Écu d'argent – weißer bzw. silberner Schild). Unter dem französischen König Ludwig XIII. (1610-1643) eingeführte Talermünze zu 3 Livres oder 60 Sols. Abgeleitet ist der Name vom Wappenschild der Rückseite. Im 18. Jahrhundert wurde der Ecu unter den Bezeichnungen Franzgeld oder Laubtaler im Römisch Deutschen Reich Hauptzahlungsmittel, besonders im silberarmen Preußen. - Der Ecu war in Frankreich seit dem 13. Jh. bereits in Gold ausgeprägt worden und wurde seit Einführung der Talermünze zur Unterscheidung Ecu d'or genannt.

Synonym: Écu

Escudo

Der Name Escudo leitet sich von dem spanischen Wort für „Schild“ ab und ist zurückzuführen auf das Rückseitenbild der ersten geprägten portugiesischen Escudos, die den Landesschild im Vierpass zeigten. Die ersten spanischen Escudos hatten den Landesschild auf der Vorderseite. Ursprünglich war der Escudo eine Goldmünze, in Spanien wurde er von 1864 bis 1868 allerdings auch in Silber ausgeprägt. In Portugal war der Escudo bis zur Einführung des Euro die gültige Währungseinheit.

Synonym: Escudos

Exagium

Staatliches Eichgewicht für Goldmünzen (Mehrzahl exagia), welches zur Kontrolle und Einrichtung von Waagen und damit auch zur Sicherstellung eines einheitlichen Gewichts der Solidi genutzt wurde. Erstmals eingeführt 363 n. Chr. durch ein Gesetz des Iulianus.

Synonym: Exagia

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